Eine Patentanalyse hat keinen Einheitspreis. Was sie kostet, hängt vor allem davon ab, welche Frage sie beantworten soll, wie breit das Technologiefeld ist, wie viele Länder betrachtet werden und wie tief die Funde ausgewertet werden müssen. Eine Übersicht über ein Feld ist eine andere Aufgabe als die Prüfung, ob ein konkretes Produkt Rechte Dritter berührt. Wer diese Punkte vorab klärt, erhält vergleichbare Angebote und zahlt nicht für Recherche, die er nicht braucht.
Die wichtigsten Kostentreiber
- Art der AnalyseStand-der-Technik-Recherche, Patent-Landscape, Freedom-to-Operate-Recherche, Wettbewerbs-Monitoring und Rechtsbestandsprüfung beantworten unterschiedliche Fragen und unterscheiden sich deutlich im Aufwand. Welche Art welche Frage beantwortet, erklärt der Artikel Patentanalyse-Arten.
- Breite des TechnologiefeldsJe unschärfer das Feld abgegrenzt ist, desto mehr Patentfamilien kommen in Frage und desto mehr muss gesichtet werden.
- Zahl der Länder und SprachenJedes zusätzliche Land erweitert die Recherche; Schriften in weiteren Sprachen erhöhen den Auswertungsaufwand.
- Tiefe der AuswertungEine statistische Übersicht nach Anmeldern und Trends ist weniger aufwendig als das Lesen und Auslegen einzelner Ansprüche.
- RechtsstandFür eine Freedom-to-Operate-Recherche müssen Rechtsstand und Laufzeit der relevanten Schutzrechte geprüft werden.
- Einmalig oder laufendEin laufendes Monitoring verursacht wiederkehrenden Aufwand, spart aber die Neuaufnahme bei jeder Frage.
- Rechtliche BewertungGutachten zu Verletzung oder Rechtsbestand erstellen Patentanwälte; das ist ein eigener Kostenblock neben der technischen Recherche.
Was in einem Angebot stehen sollte
- Die Frage, die die Analyse beantworten soll
- Abgrenzung des Technologiefelds, Klassifikationen und Suchbegriffe
- Länder, Zeitraum und Rechtsstände, die betrachtet werden
- Tiefe der Auswertung und Form des Ergebnisses
- Was ausdrücklich nicht enthalten ist, etwa die rechtliche Bewertung
So grenzt du den Umfang ein
Beginne mit der Entscheidung, die das Ergebnis stützen soll: Entwicklung starten, Produkt einführen, Lizenz verhandeln, Wettbewerber beobachten. Daraus ergeben sich Art der Analyse, Länder und Auswertungstiefe fast von selbst. Hilfreich ist außerdem eine kurze technische Beschreibung mit den Merkmalen, auf die es ankommt, sowie eine Liste bekannter Wettbewerber.
Für eine schnelle erste Einschätzung einer Idee kannst du den thinverAI Quick-Check nutzen: Er bewertet Markt, Wettbewerb und Machbarkeit automatisiert in 2–5 Minuten. Eine Patentrecherche ersetzt er nicht.
Wie wir Preise festlegen
Wir grenzen jedes Patentprojekt nach einem Briefing ab und nennen vor Beginn einen Festpreis. Ein offenes Recherchebudget gibt es bei uns nicht. Mehr dazu auf den Seiten Patentanalyse und Patent-Landscape und Freedom-to-Operate und Stand-der-Technik-Recherche.
Häufige Fragen
Gibt es einen Pauschalpreis für eine Patentrecherche?
Seriös lässt sich ein Preis erst nennen, wenn Frage, Technologiefeld, Länder und Auswertungstiefe feststehen. Deshalb nennen wir nach einem kurzen Briefing einen Festpreis.
Warum ist eine Freedom-to-Operate-Recherche aufwendiger als eine Übersicht?
Weil sie sich auf ein konkretes Produkt bezieht, den Rechtsstand in den Zielländern berücksichtigen muss und einzelne Ansprüche mit den Merkmalen des Produkts verglichen werden.
Kann ich Kosten sparen, indem ich selbst recherchiere?
Eine eigene Vorrecherche in kostenlosen Datenbanken wie DEPATISnet oder Espacenet hilft, das Feld zu verstehen und das Briefing zu schärfen. Für Entscheidungen mit Tragweite ersetzt sie keine systematische Recherche.
Ist die rechtliche Bewertung im Preis enthalten?
Bei uns nicht. Wir liefern die technische Recherche und Auswertung; die rechtliche Bewertung übernimmt dein Patentanwalt.